Von der ersten Idee bis zum eigenen Solarstrom: So planen Sie Ihre Photovoltaikanlage Schritt für Schritt — ohne Verkaufsdruck.
Der häufigste und teuerste Planungsfehler ist, den Batteriespeicher erst nachträglich zu bedenken. Wer von Beginn an speicherbereit plant, spart später vierstellige Beträge. Konkret heisst das: Statt eines reinen PV-Wechselrichters wird ein Hybrid-Wechselrichter mit integriertem Batterie-Anschluss gewählt. Er erlaubt die direkte DC-Kopplung des Speichers, arbeitet effizienter als eine nachgerüstete AC-Kopplung und ermöglicht später eine Notstrom-Funktion. Wird der Speicher erst nach Jahren ergänzt, muss sonst oft der ganze Wechselrichter getauscht werden — ein vermeidbarer Aufpreis von CHF 1'500–3'000.
Ebenfalls in die Planung gehört der Standort des Speichers: ein trockener, frostfreier Raum (ideal 10–30 °C) mit etwas Belüftung, VKF-konform — meist Keller, Technik- oder Garagenraum. Wer Notstrom möchte, plant eine separate Ersatzstrom-Verteilung für die wichtigsten Verbraucher (Heizung, Kühlschrank, Licht) gleich mit ein. Und selbst wenn der Speicher vorerst nicht kommt: Lassen Sie die Anlage „speicher-ready" auslegen und die Leerrohre legen — das kostet bei der Erstinstallation fast nichts und hält Ihnen alle Optionen offen. So funktioniert die Planung Schritt für Schritt.
Eine sorgfältige Planung ist das Fundament einer erfolgreichen Solaranlage. Sie stellt sicher, dass die Anlage optimal dimensioniert ist, die maximale Förderung ausgeschöpft wird und die Installation reibungslos verläuft.
Wer die Planung gründlich angeht, spart langfristig Geld und vermeidet teure Fehler. Ein typischer Planungszeitraum beträgt 6 bis 12 Wochen — die eigentliche Montage bei einem Einfamilienhaus dauert nur 1 bis 3 Tage.
Bevor Sie Offerten einholen, sollten Sie das Solarpotenzial Ihres Daches abschätzen. Das Solarkataster des Bundes (sonnendach.ch) zeigt für jedes Gebäude die Solareignung der Dachflächen.
Holen Sie mindestens 3 Offerten von zertifizierten Schweizer Installateuren ein. Eine seriöse Offerte enthält Komponentenliste, Modul-Layout, Ertragsprognose, Materialaufschlüsselung und klare Angabe zur KLEIV-Anmeldung.
Die meisten Solaranlagen auf bestehenden Dächern sind bewilligungsfrei (gemäss RPG Art. 18a). Meldepflicht bei der Gemeinde besteht trotzdem — der Installateur kümmert sich darum.
Die Einmalvergütung von Pronovo deckt einen Teil der Investitionskosten. Für eine typische 10-kWp-Anlage rund CHF 3'600. Zusätzlich gibt es kantonale Förderprogramme und in vielen Gemeinden kommunale Klimafonds.
Die eigentliche Montage einer EFH-Anlage dauert 1-3 Tage. Nach der elektrischen Anschlussprüfung wird die Anlage durch das lokale EW abgenommen und ans Netz geschaltet.
Tipp: Eine unabhängige Erstberatung vor dem Einholen der ersten Offerten erspart Verkaufsdruck und gibt Ihnen einen realistischen Rahmen, was die Anlage kosten und liefern wird.
Anlagengrösse, KLEIV-Förderung, Eigenverbrauch und Amortisation für Ihr Objekt — schriftlich, ohne Anruf-Drücker.