Innovation

Second-Life Batterien für Solar: Gebrauchte E-Auto-Akkus als Speicher

Gebrauchte Batterien aus Elektroautos als günstige Solarspeicher nutzen – klingt verlockend. Doch wie realistisch ist das Second-Life-Konzept? Wir analysieren Chancen, Risiken und den aktuellen Stand der Technik für den Schweizer Markt.

Was sind Second-Life Batterien?

Wenn E-Auto-Batterien auf etwa 70-80% ihrer Originalkapazität degradiert sind, gelten sie für den Fahrzeugeinsatz als verbraucht. Für stationäre Anwendungen wie Solarspeicher sind sie jedoch noch voll funktionsfähig. Ein 60 kWh Tesla-Akku hat am Ende seines Auto-Lebens noch ca. 45-48 kWh – mehr als genug für ein Einfamilienhaus.

Vorteile von Second-Life Batterien

Nachteile und Risiken

Anbieter in der Schweiz

In der Schweiz gibt es einige Unternehmen, die Second-Life-Speicher anbieten oder entwickeln:

Kosten-Vergleich

OptionCHF/kWhGarantieZertifiziert
Second-Life Speicher300-5002-5 JahreTeilweise
Huawei LUNA 2000 (neu)600-96010 JahreJa
Tesla Powerwall 3 (neu)72610 JahreJa

Für wen eignen sich Second-Life Batterien?

Unsere Einschätzung

Second-Life Batterien sind ein spannendes Konzept mit Zukunftspotenzial. Für den durchschnittlichen Hausbesitzer empfehlen wir derzeit jedoch Neubatterien: Die Preise sind stark gesunken, die Garantien besser, die Zertifizierung gegeben und die Integration einfacher.

In 3-5 Jahren, wenn die ersten E-Auto-Batterien in grösserer Zahl zurückkommen und professionelle Aufbereitungsketten etabliert sind, könnte Second-Life eine echte Alternative werden – besonders für Grossspeicher und Quartiersprojekte.

Empfehlung

Für Privathaushalte aktuell noch nicht empfohlen. Neubatterien (LFP) bieten bessere Garantie, Sicherheit und einfachere Installation. Second-Life ist ein Zukunftsthema, das wir beobachten.

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